Wie viel sparst du mit einem dynamischen Stromtarif?
Dynamische Tarife wie Tibber, aWATTar oder Octopus Energy folgen dem stündlichen Börsenstrompreis (EPEX SPOT). Wer flexible Geräte hat — Elektroauto, Wärmepumpe, Heimspeicher — kann damit hunderte Euro pro Jahr sparen.
Dein Stromverbrauch
Flexible Geräte
Je mehr Verbrauch du zeitlich steuern kannst, desto mehr sparst du.
Elektroauto
Günstig nachts oder mittags laden
Wärmepumpe
Heizen wenn Strom günstig ist
Heimspeicher
Günstig laden, teuer entladen
Smarte Geräte
Waschmaschine, Spülmaschine, Trockner
Anbieter wählen
Vergleiche die führenden Anbieter für dynamische Tarife in Deutschland (Stand Mai 2026).
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Wähle deinen Verbrauch, aktiviere flexible Geräte und wähle einen Anbieter.
Schätzwerte: BDEW-Festtarif Ø 37 ct/kWh (2026) · Dynamischer Ø 31 ct/kWh · Tal-Stunden Ø 16 ct/kWh · Verlagerungspotenziale nach Fraunhofer ISE · Grundpreise: Stand Mai 2026 · Angaben ohne Gewähr
Was sind dynamische Stromtarife?
Bei einem dynamischen Stromtarif zahlt man keinen festen Arbeitspreis pro kWh, sondern den jeweils aktuellen Börsenstrompreis der EPEX SPOT — stündlich, manchmal sogar viertelstündlich. Dieser Preis schwankt je nach Angebot und Nachfrage: Wenn viel Wind und Sonne im Netz sind, sinkt er auf wenige Cent oder sogar ins Negative. Wenn alle abends kochen und duschen, steigt er auf 50–80 ct/kWh.
Der Anbieter (z. B. Tibber oder aWATTar) rechnet auf den Börsenpreis einen fixen Aufschlag drauf — typischerweise 5–8 ct/kWh — plus die üblichen Netzentgelte, Steuern und Umlagen. Das Ergebnis ist ein stündlicher Strompreis, der dir via App angezeigt wird.
Wann lohnt sich ein dynamischer Tarif?
Ideal geeignet
- Du hast ein Elektroauto und lädst zuhause
- Du hast eine Wärmepumpe
- Du hast einen Heimspeicher
- Du arbeitest von zuhause und kannst Geräte zeitlich steuern
- Du hast Balkonkraftwerk + Speicher
Weniger geeignet
- Kein steuerbares Gerät außer Smartphone & TV
- Sehr niedriger Verbrauch unter 1.500 kWh/Jahr
- Kein Interesse an App-Nutzung oder Zeitsteuerung
- Wohnst zur Miete ohne eigene Wallbox
Wie viel kann ich mit welchem Gerät sparen?
Der Schlüssel liegt in der Lastverschiebung: Du nutzt Strom dann, wenn er günstig ist — typischerweise nachts (22–06 Uhr) oder mittags bei hoher Solarproduktion im Netz. In diesen Zeitfenstern können die Preise 15–20 ct/kWh günstiger sein als zu Spitzenlastzeiten.
| Gerät | Verbrauch/Jahr | Verlagerbar | Ø Ersparnis |
|---|---|---|---|
| Elektroauto (15.000 km) | 2.700 kWh | 85 % | bis 300 € |
| Wärmepumpe (Ø Haus) | 4.000 kWh | 55 % | bis 260 € |
| Heimspeicher (5 kWh) | 1.000 kWh | 90 % | bis 110 € |
| Waschmaschine + Spüli | 500 kWh | 70 % | bis 45 € |
Quelle: Eigene Berechnung auf Basis EPEX SPOT-Daten 2024/2025 · Fraunhofer ISE Lastverschiebungspotenzial · Angaben ohne Gewähr
Tibber vs. aWATTar vs. Octopus Energy
Die drei größten Anbieter dynamischer Tarife in Deutschland haben unterschiedliche Stärken:
Tibber
+ Beste App, größte Community, Smart Home-Integration (Alexa, Google, Homey), eigener Pulse-Dongle für Echtzeit-Auslesung des Stromzählers.
− Grundpreis 13,99 €/Monat — lohnt erst ab ~2.000 kWh/Jahr.
aWATTar HOURLY
+ Kein Grundpreis, niedrigster Aufschlag (ab 5 ct/kWh) — ideal für Geringverbraucher und Haushalte mit Photovoltaik-Eigenverbrauch.
− Schlichtere App, weniger Smart-Home-Integrationen als Tibber.
Octopus Energy
+ Interessante Off-Peak-Tarife, besonders günstig für E-Auto-Fahrer nachts, Vergütung bei negativen Preisen.
− In Deutschland noch kleiner als Tibber, Verfügbarkeit je nach Region prüfen.